30.10.2017 08:43

TuS Mayen 45 Minuten lang "Kategorie unterirdisch"


Der Fußball-Rheinlandligist TuS Mayen hat in der Saison 2017/2018 zwei Gesichter. Beim 4:4 (1:4) beim SV Morbach lieferte das Team des TuS-Trainers Thomas Reuter eine schwache erste Halbzeit ab und lag völlig verdient mit 1:4 zurück. Nach der Pausenansprache lieferte Mayen dann aber ein wahres Offensivfeuerwerk ab und glich in der 71. Minute bereits zum 4:4 aus. In der Schlussphase war es die Reuter-Elf, die dem möglichen Siegtreffer deutlich näher war. Ein Dreier wäre nach den Auftritt im ersten Spielabschnitt aber wohl auch des Guten zu viel gewesen…

 

Die Stimmen der TuS-Kicker:

 

Eike Mund: „Es waren zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten - eine zum vergessen und eine auf die man aufbauen und stolz sein kann. Im ersten Durchgang waren wir immer zu spät in den Zweikämpfen und wurden zurecht bestraft. Nach der Pause haben wir den Kampf angenommen und verdientermaßen drei Tore geschossen. Am Ende kannst du sogar gewinnen. Jedoch ist das Remis verdient. Der Zusammenhalt ist enorm, wir geben uns nie auf und das zeichnet eine Mannschaft aus. Jedoch müssen wir konstanter werden. Aktuell bieten wir immer eine gute und eine schlechte Halbzeit an. Das ist zu wenig und kann nicht unser Anspruch sein.“

Niklas Heinemann: „Es spricht für den Charakter der Mannschaft, dass wir nach dieser katastrophalen ersten Halbzeit zurückgekommen sind. Kurz vor Schluss hatte ich noch den möglichen 5:4-Führungstreffer auf dem Fuß, das wäre natürlich die Krönung gewesen.“

Marcel Löhr: „Wir haben zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten gespielt. In der ersten Halbzeit war Morbach einfach griffiger als wir und wollte den Sieg mehr. Es ist einfach unerklärlich, warum wir nach den letzten drei Spielen, aus denen wir sieben Punkte geholt haben, so eine schlechte erste Halbzeit spielen. In der Halbzeit haben wohl die wenigsten damit gerechnet, dass wir irgendwie wieder zurückkommen, aber die Truppe hat eine tolle Moral bewiesen und gezeigt, dass wir selbst nach einem 1:4 nicht aufstecken und immer weitermachen. Mit ein bisschen Glück hätte auch noch mehr bei herausspringen können. Nach dem Spielverlauf war aber jeder zufrieden mit dem Punkt."

Matthias Tutas: „Die erste Halbzeit war eine Katastrophe. Wir haben dem Gegner zu viel Freiraum gelassen und haben die Bälle nicht richtig geklärt. In der zweiten Halbzeit haben wir unser wahres Gesicht gezeigt und wurden belohnt. Im Endeffekt kann man mit dem Punkt zufrieden sein.“

Thomas Reuter: „ Die erste Hälfte war eine der Kategorie unterirdisch. Ich war gezwungen, nach einer halben Stunde zwei Mal zu wechseln. Das hatte ich zuvor erst einmal gemacht. Natürlich war das die Höchststrafe, aber ich musste ein Zeichen setzen. Es war nicht anders zu bewerkstelligen. In der Pause wurde es laut. Ich habe gesagt, dass auch wir in der Lage sein müssen, vier Tore in einer Halbzeit zu schießen. Morbach hatte es ja vorgemacht. Nach der Pause haben wir gut agiert – vor allem auch Matthias Tutas. Er hat einen Schritt nach vorn gemacht, bewegt sich überragend, ist stark in der Luft und am Boden.“


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